Wie gesund sind die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb?

Wenn Sie mögen, können Sie mit Hilfe des Quick Checks einschätzen, wie gesund die Arbeitsbedingungen in Ihrem Betrieb sind. Der Quick Check orientiert sich am Kurz-Fragebogen zur Arbeitsanalyse (KFZA) von Prümper, Hartmannsgruber & Frese. Dabei schätzen Arbeitnehmer ihre Arbeitsbedingungen üblicherweise selbst ein. Notwendig ist auch die Angabe, in welchem Bereich die Beschäftigten tätig sind. Denn die Arbeitsbedingungen im Büro sehen sicherlich anders aus als die in einer Produktionseinheit. Dann werden die Ergebnisse ausgewertet und abgeleitet, ob und wo welcher Handlungsbedarf besteht.

Ich habe den Fragebogen für Sie, zur Kurzeinschätzung der Arbeitsbedingungen Ihres Unternehmens angepasst. Das kann für Sie ein grober Indikator sein, wie es um die Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen bestellt ist, zumindest aus Ihrer Sicht. Möglicherweise ist es sinnvoll, wenn Sie sich beim Ausfüllen vergleichbare Gruppen von Arbeitsplätzen vorstellen, also entweder Arbeitsplätze in der Produktion, im Vertrieb, in der Verwaltung oder im Kundenservice etc.

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Betriebliches Gesundheitsmanagement - Wie es abläuft.

 

Kommt Ihnen dieser Kreis bekannt vor? Kein Wunder - es handelt sich um den guten, altbewährten Demingkreis oder auch PDCA-Zirkel des Qualitätsmanagements. Er ist auch Grundlage für ein gelingendes betriebliches Gesundheitsmanagement. 

1. Diagnose

Keine Maßnahme ohne Diagnose! Ein empfehlenswerter Einstieg in betriebliches Gesundheitsmanagement stellt die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung dar. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie fahnden nach Belastungen und erhalten dabei passgenaue Ansatzpunkte zur Verringerung von Fehlzeiten, zur Erhöhung der Produktivität oder auch zur Steigerung Ihres Arbeitgeberimages. Gleichzeitig kommen Sie der gesetzlichen Vorgabe nach. Denn die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung ist Pflicht - ab dem ersten Mitarbeitenden! 

2. Planung

Auf der Basis der Diagnose leiten Sie - am besten unter Einbeziehung Ihrer Mitarbeitenden - geeignete Maßnahmen ab und planen die Umsetzung. Besonders geeignet hierfür sind Gesundheitszirkel oder Workshops mit den Beschäftigten. Damit sich alle Beteiligten voll auf die Erarbeitung von Maßnahmen und die Planung der Umsetzung konzentrieren können, stehe ich Ihnen als externe Moderatorin gerne zur Verfügung. 

3. Umsetzung

Es gilt auch: Keine Diagnose ohne Maßnahme. Beschäftigte sollten kurzfristig merken, dass es mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement voran geht. Maßnahmen können sich auf die Veränderung der Arbeitsbedingungen beziehen. Dabei kann es beispielsweise um folgende Maßnahmen gehen: 

  • Vereinbarung von Email-Regelungen
  • Beschreibung von Zuständigkeiten
  • Gesundheitsförderliche Arbeitszeit- oder Schichtplanung
  • Gesunde Ernährung durch entsprechende Angebote in der Kantine

Maßnahmen können sich auch auf gezielte Verhaltensänderungen beziehen, wie beispielsweise: 

  • Seminar "Stressbewältigung" für das gesamte Team
  • Sensibilisieren der Führungskräfte im Hinblick auf gesundheitsförderliches Führen durch Vorträge und Seminare
  • Telefontrainings zum Umgang mit schwierigen Kunden
  • Einweisung zum Heben und Tragen schwerer Lasten

4. Wirksamkeitskontrolle

Die gute Frage: Hat eine Maßnahme zum gewünschten Ergebnis beigetragen? Leider befassen sich nur die wenigsten Unternehmen mit der Kontrolle der Wirksamkeit von durchgeführten Maßnahmen. Würden sie es tun, so müssten sie beispielsweise erkennen, dass sich Krankenrückkehrgespräche nicht positiv auf die Fehlzeitenquote auswirken, sondern stattdessen das Klima vergiften. Auf der Basis von Wirksamkeitskontrollen werden Anpassungen diskutiert und verabschiedet. Die Wirksamkeitskontrolle ist bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung unabdingbar und sogar gesetzlich festgeschrieben (§3, Abs. 1 ArbSchG).

Haben Sie Fragen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement? Dann schicken Sie mir doch eine E-Mail oder rufen Sie mich an.